Johnny

Viel mehr als "nur" eine Wunscherfüllung oder Freitag der 13. - ein Glückstag

Der 13. August 1993, ein Freitag, entpuppte sich für Ines als wahrer Glückstag, denn an diesem Freitag den 13. begann ihre ganz persönliche Wunscherfüllung und es war der Tag einer schicksalhaften Begegnung…

Ines war zu diesem Zeitpunkt 6 Jahre alt und hatte einen Wunsch, der bei vielen wünschdirwas-Kinder bis heute sehr beliebt ist: Einmal ins Disneyland Paris fahren! Jedoch konnten die Wunschfeen von wünschdirwas diesen Wunsch aufgrund der hohen Nachfrage nicht erfüllen. Kein Problem, denn schnell wurde ein Ersatz gefunden: Das Legoland in Dänemark. Ines Bruder, der seine Schwester begleiten wollte, war direkt Feuer und Flamme. Er liebte Lego und steckte Ines mit seiner Freude auf der Stelle an. So war es schnell entschieden: Ines fliegt mit ihrer Familie ins Legoland.

Wie es bei wünschdirwas Tradition ist, wurde die Wunscherfüllung auch durch eine Ehrenamtlerin des Vereins begleitet. Unsere Wunschbegleiterin Gabi war, wie sich später rausstellte, genau die richtige Wahl. Wie der Zufall es wollte, brachte Gabi ihre Tochter Natascha mit, die fast im selben Alter war wie Ines. Gleich bei ihrer ersten Begegnung fielen sich die Mädchen freudestrahlend in die Arme – so als würden sie sich schon ewig kennen: „Von diesem Moment an, ließen wir uns nicht mehr aus den Augen und verbrachten jede Minute miteinander“, erinnert sich Ines an den Beginn ihrer wunderbaren Freundschaft mit Natascha. Die schönen Tage im Legoland gingen bald zu Ende und als sich die Mädchen voneinander verabschieden mussten, sah man die Zwei in Tränen aufgelöst stehen. Sie hatten eine so schöne gemeinsame Zeit, dass sie einfach nicht ohne den jeweils anderen nach Hause gehen wollten. „Da beschlossen unsere Mütter spontan, dass wir uns schnell wiedersehen dürfen und wir trafen uns von da an immer in den Ferien“, sagt Ines im Interview mit wünschdirwas. 

Nach einiger Zeit besiegte Ines die Leukämie, an der sie mit vier Jahren erkrankt war. Aber dann erreichte sie eine andere Hiobsbotschaft: ihre damalige Wunschbegleiterin Gabi, die als Jugendliche schwer erkrankt war, erlitt nun als Erwachsene einen Rückfall. Nach ihrem Tod wurde der Kontakt ihrer kleinen Tochter Natascha zu Ines noch größer und sie verbrachte mal alleine, mal gemeinsam mit ihrem Vater, viel Zeit bei Ines und ihrer Familie. Über den Schmerz und die schwere Situation halfen sie sich gegenseitig hinweg. „Über die Jahre hinweg wurde Natascha nicht nur meine beste Freundin, sondern wie eine kleine Schwester für mich und heute nennt sie meine Mutter auch Mama“, erzählte Ines mit großer Freude.

Mittlerweile ist Ines selbst Mutter und dreimal dürfen Sie raten, wer die Patentante ihres ersten Kindes geworden ist? Richtig, die beste Freundin, die sie damals durch einen wunderbaren Zufall am Freitag den 13. kennengelernt hat. Noch heute ist Freitag der 13. für alle in keinster Weise ein schlechtes Omen, im Gegenteil: Dieser Tag erinnert sie an eine schicksalhafte Begegnung, bei der zwei fremde Mädchen zu besten Freundinnen und wie Schwestern füreinander wurden und zwei Familien zueinander fanden.

Noch heute holt Ines ein ganz besonderes Fotoalbum sehr oft aus dem Regal. „Dieses Fotoalbum, gefüllt mit Erinnerungen an die wunderbare Zeit im Legoland“, erzählt sie im Interview, „hat mir meine liebe Wunschbegleiterin Gabi gleich nach unserem Abenteuer geschenkt.“ Für Ines immer noch eine schöne Erinnerung an die verstorbene Gabi. Wenn sie gemeinsam mit Gabis Tochter, Natascha, das Album durchblättert, erinnern sie sich an jeden kleinen Augenblick und an all die schönen Momente, die sie vor 21 Jahren erlebt haben. Der 13. August ist für die Beiden seitdem ein ganz besonderer Tag und verbindet sie ein Leben lang. Auch wenn die Eine heute in Deutschland und die Andere in Italien lebt und sie sich nicht mehr so oft wie früher sehen können, telefonieren sie regelmäßig miteinander.

Fast auf den Tag genau, 21 Jahre nach ihrem eigenen Legoland-Abenteuer, ist Ines zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern, noch einmal nach Billund ins Legoland gereist. Der Anlass: der siebte Geburtstag ihrer Tochter Michelle.

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