Johnny

Interview mit Prof. Dr. med. Monika Gappa, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmagazin am Marien Hospital Wesel

Frau Professor Gappa, welche Bedeutung hat die Erfüllung von individuellen Wünschen für Kinder und Jugendliche?
Prof. Gappa: „Das Konzept der Wunscherfüllung bei wünschdirwas ist ein ganz besonderes: Geheime und ganz besondere Wünsche von Kindern und Jugendlichen werden aufgespürt und mit Hilfe der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter umgesetzt. Dadurch fühlen sich die Kinder und Jugendlichen ganz besonders wertgeschätzt. Das Erlebnis im Rahmen der Wunscherfüllung ist in der Regel etwas, an das sich die Kinder und Ihre Familien lange gerne zurückerinnern.“  

An welche Wunscherfüllung erinnern Sie sich besonders gerne?
Prof. Gappa: „Es gab den Wunsch eines 13jährigen Jungen, einmal mit einem Riesenbagger im Tagebauch herum zu graben und zu lernen, wie das mit dem Kohleabbau eigentlich funktioniert. Dieser Wunsch wurde von wünschdirwas erfüllt. Davon redet der Jugendliche heute noch.“

Welche Rolle spielen die Wunscherfüllungen für die Eltern und gesunden Geschwisterkinder?
Prof. Gappa: „Die Erfüllung ganz besonderer Wünsche und die dadurch ausgelöste Freude bei dem Kind, das sonst hauptsächlich wegen der Krankheit im Mittelpunkt steht, lenkt auch die Familie von den Gedanken um die Krankheit herum ab. Für Geschwisterkinder und Familie ist es wichtig, besondere Erlebnisse mit dem kranken Kind zu haben, die als positive Erinnerung wie Glanzlichter den Alltag mit der Krankheit überstrahlen.“

Was bedeutet für Sie persönlich die Zusammenarbeit mit wünschdirwas?
Prof. Gappa: „Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist mir ein ganzheitlicher Ansatz mit Einbeziehung aller Aspekte der Erkrankung immer ganz besonders wichtig gewesen. Dazu gehört es, auch die Auswirkungen der Erkrankung auf das Alltagsleben sowohl für das betroffene Kind als auch für die Familie zu bedenken. Dazu bleibt im Klinikalltag mit den vielfältigen Aufgaben als Chefärztin häufig wenig Zeit. Die Zusammenarbeit mit wünschdirwas bedeutet, dass ich den Patienten und Ihren Familien ganz persönlich gerecht werden kann, indem ich besondere Wünsche an wünschdirwas übermittle oder Highlights im Klinikalltag mit wünschdirwas realisiere.“

Ein solches Highlight in Ihrem Klinikalltag war zum Beispiel der Auftritt unserer Ehrenamtler Fug und Janina, die für ausgelassene Stimmung und viel Spaß bei den Kindern gesorgt haben. Wie wichtig sind diese besonderen Ereignisse im Klinikalltag?
Prof. Gappa: „Ein Auftritt wie von Fug und Janina bringt Abwechslung in den Klinikalltag und lenkt Kinder und Eltern von den Sorgen, die durch Krankheit entstehen, ab. Lachen hat in jedem Fall eine positive Wirkung auf die Stimmung bei Kindern und Eltern und kann sogar eine Verbesserung des Krankheitsverlaufes bewirken.“

Seit 2009 hat wünschdirwas ein eigenes Ferienhaus in Hinte. Wie wichtig ist aus ärztlicher Sicht eine gemeinsame Zeit im Kreise der Familie fernab des Alltags?
Prof. Gappa: „In diesem Zusammenhang ist es ganz besonders wichtig, betroffenen Familien gemeinsame Urlaube zu ermöglichen. Eltern von chronisch kranken Kindern sind häufig finanziell stark belastet, die Zeit, Familienurlaube zu gestalten, kann fehlen. Da ist das Angebot von wünschdirwas mit einem schön eingerichteten Ferienhaus, das passend ausgestattet ist, ein wunderbares Angebot.“


Vielen Dank für das Interview!