Johnny

„Zuerst den Kluntje!“

Wussten Sie, dass in Ostfriesland zuerst der Kandiszucker in die Teetasse gehört? Michaela Petit, Claudia Klemmer und Verena Kuhn vom wünschdirwas-Team waren sich dessen jedenfalls nicht bewusst und traten beim Besuch des Ferienhauses im ostfriesischen Hinte gleich ins Fettnäpfchen.

Im wünschdirwas-Ferienhaus nach dem Rechten schauen, Ausflugsziele in der Umgebung erkunden, den neuen Bürgermeister von Hinte in seinem Amt begrüßen und der Freiwilligen Feuerwehr einen Besuch abstatten – mit diesen Zielen im Gepäck machte sich ein Teil des wünschdirwas-Teams auf den Weg nach Ostfriesland. Ganze 326 Kilometer liegen zwischen dem Kölner Büro und dem vereinseigenen Ferienhaus, das vor knapp drei Jahren eröffnet wurde.

Das Ferienhaus steht in einem Neubaugebiet am Rande des gemütlichen Ortes Hinte, in dem rund 7.000 Menschen leben. Seit der Eröffnungsfeier im August 2009 hat sich einiges verändert. Die Nachbarschaft rund um das wünschdirwas-Feriendomizil ist gewachsen, mehr Familien sind jetzt hier zuhause und auf dem nahe gelegenen Spielplatz ist vor allem am Wochenende richtig was los. Für Michaela Petit, Claudia Klemmer und Verena Kuhn war es der erste Ausflug zum wünschdirwas-Ferienhaus und da es an diesen beiden Tagen nicht belegt war, nutzten sie die Gelegenheit, gleich einmal selbst „Probe zu schlafen“. Bevor die Betten bezogen wurden, stand allerdings noch Einiges auf dem Programm.

Ein herzliches Willkommen für alle wünschdirwas-Familien

Auch in der Gemeindeverwaltung in Hinte hat sich vor Kurzem etwas verändert: Seit Anfang März ist Manfred Eertmoed Bürgermeister von Hinte, er hat das Amt seines Vorgängers Wolfgang Schneider übernommen. Bei der Auswahl der Grundstückes für das Ferienhaus waren die Gemeinde Hinte und der damalige Bürgermeister wünschdirwas sehr entgegen gekommen. Und auch der neue Bürgermeister ist stolz darauf, dass das bisher einzige Ferienhaus des Vereins ausgerechnet in Hinte zu finden ist. „Ich finde die Arbeit von wünschdirwas sehr wertvoll und wichtig und freue mich auf die Familien aus ganz Deutschland, die hier Urlaub machen möchten. Sie sind herzlich willkommen!“, sagte Manfred Eertmoed im Gepräch mit den Besucherinnen aus Köln. Ob er schon vorher von wünschdirwas gehört habe? „Na klar, ich habe auch früher schon aus der Presse von Ihrem Verein gehört“, so der Bürgermeister und fügt hinzu: „Ich werde Sie gerne unterstützen, wo ich kann!“. Ein ausführliches Interview mit Ausflugstipps und spannenden Informationen zum ostfriesischen Nationalsport, dem Boßeln, finden Sie hier.

Nachhilfe in Sachen Ostfriesentee

Nach dem Besuch im Rathaus ging es zur gemeinsamen Teestunde und natürlich zur Besichtigung in das wünschdirwas-Ferienhaus, in dem die beiden Betreuerinnen Maria Schäfer und Andrea Kramer die kleine Stärkung mit Ostfriesentee und Kuchen bereits liebevoll vorbereitet hatten. Nach einem kleinen Rundgang und viel Lob über den einwandfreien Zustand des Ferienhauses hieß es, die Tradition des Tee Trinkens zu pflegen – oder besser: kennen zu lernen! Das wünschdirwas-Team stolperte gleich ins erste Fettnäpfchen und goss seinen Gästen den schwarzen Tee ein. „Zuerst den Kluntje!“, wurden sie sogleich lachend von Andrea Kramer aufgeklärt. Kluntje ist das ostfriesische Wort für Kandiszucker. „Und dann die Sahne, aber nicht rühren“, ging es weiter. „Ich rühre aber doch“, verriet die waschechte Ostfriesin augenzwinkernd.

Sieben Feuerwehren im Einsatz für wünschdirwas

Nach einem sehr netten Nachmittag verabschiedete sich Manfred Eertmoed vom wünschdirwas-Team. Für die Mitarbeiterinnen aus Köln ging es nun zur Freiwilligen Feuerwehr in Hinte. Insgesamt sieben Feuerwehren gibt es in der Gemeinde Hinte, in denen etwa 180 freiwillige Feuerwehrleute aktiv sind. Sie alle hatten im vergangenen Jahr für wünschdirwas gesammelt und damit geholfen, schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen Herzenswünsche zu erfüllen. Gemeindebrandmeister Gerd Diekena und vier weitere freiwillige Feuerwehrmänner begrüßten die Besucherinnen in der örtlichen Feuerwache. Auch hier durfte ein Rundgang nicht fehlen und bei dieser Gelegenheit trafen die Besucherinnen auch auf die Jugendfeuerwehr, die gerade einige Übungen durchführte. Die Floriansjünger zeigten sich von der Arbeit von wünschdirwas wieder einmal schwer angetan. „Man schluckt erst einmal, wenn man selbst gesunde Kinder zuhause hat“, sagte einer der Männer, als er die Berichte über erfüllte Wünsche betrachtete. Zum Abschied versprachen sie alle, kleine Feuerwehrfans aus dem Ferienhaus jederzeit gerne zu empfangen, den Verein nach allen Kräften zu unterstützen – und das Haus natürlich jederzeit bestmöglich vor Feuer zu schützen.

Es war ein langer, schöner Tag für die wünschdirwas-Mitarbeiterinnen und müde machten sie es sich am Abend in den drei Schlafzimmern der einen Doppelhaushälfte gemütlich. Natürlich nicht, ohne vorher noch einen Ostfriesentee zu trinken – diesmal wurden die Zutaten dann auch in der richtigen Reihenfolge in die Teetasse befördert.

Mit Krabbenbrötchen im Greetsieler Hafen

Am zweiten Tag der ostfriesischen Entdeckungstour machten sich die Drei auf den Weg nach Greetsiel. Sie hatten gehört, dass es sich um ein wunderschönes Fischerdörfchen handeln sollte, das nur 14 Kilometer nordwestlich von Hinte liegt. Und in der Tat, Greetsiel hat hübsche kleine Einkaufsstraßen, ostfriesische Fachwerkhäuser und einen schönen Hafen zu bieten. Dort lässt sich die Ankunft eines Fischerbootes am besten mit einem leckeren Krabbenbrötchen in der Hand verfolgen. Rundherum zufrieden machten sich die drei Ostfrieslandfans schließlich wieder auf den Weg Richtung Rheinland.

Sind Sie neugierig geworden und möchten noch mehr über unser Ferienhaus, die Gemeinde Hinte und Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung erfahren? Dann schauen Sie doch mal auf unserer neu gestalteten Ferienhaus-Seite vorbei.