Johnny

Leinen los für Henrik!

Eine Wunscherfüllung der ganz besonderen Art: Der 18-jährige Henrik aus der Nähe von Aachen nimmt teil am Projekt „Challenge“ des Behinderten-Sportverbandes NRW und segelt von Emden nach London – zur Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele.

In drei Wochen werden die Segel gehisst. Und dann geht nicht nur Henriks allergrößter Wunsch in Erfüllung, er wird noch viel mehr erleben, als er zu träumen gewagt hatte. Auf einem großen, ganz besonderen Segelschiff wollte der 18-Jährige aus der Nähe von Aachen mehr über seinen Lieblingssport lernen, noch mehr Segelerfahrung sammeln als er ohnehin schon hat, und sich natürlich die erfrischend salzige Meeresluft um die Nase wehen lassen. „Seine“ Wunschfee Rita Wirths (rechts im Bild) hat jedoch ein Programm für ihn auf die Beine gestellt, mit dem Henrik (links) nicht gerechnet hätte. Dank eines Kontaktes zum Behinderten-Sportverein von Bayer Leverkusen (der „wünschdirwas-Kind“ Léon übrigens im Mai 2011 ein Treffen mit Paralympic-Sportler Markus Rehm ermöglicht hatte) wurde Henrik vom Behinderten-Sportverband NRW eingeladen, an dessen Projekt „Challenge“ (engl. Herausforderung) teilzunehmen.

An Bord des Segelschiffes „Tenacious“ wird der junge Mann am 24. August gemeinsam mit anderen behinderten und nicht behinderten Jugendlichen in See stechen. Henrik hat seine schwere Erkrankung bereits überwunden, kämpft aber noch mit Beeinträchtigungen seiner Sehleistung. Schon lange segelt der 18-Jährige in seiner Freizeit und hat, im Gegenteil zu manch anderem Teilnehmer, schon einiges an Erfahrung vorzuweisen. Den Großsegler werden die Jugendlichen als Team unter Anleitung erfahrener Crewmitglieder von Emden nach London navigieren. Nach der fünftägigen Reise besuchen sie gemeinsam die Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele am 29. August.

Einige Teilnehmer des Projektes „Challenge“ sitzen im Rollstuhl, andere sind blind – doch das wird sie nicht einschränken. Ein sprechender Kompass, Aufzüge für Rollstühle, Hinweisschilder in Brailleschrift und akustische Signale machen die „Tenacious“ barrierefrei. Die Fahrt zu den Paralympics ist keine Urlaubsfahrt, sondern, wie der Name des Projektes schon sagt, eine echte Herausforderung. Jeder Teilnehmer wird seinen Beitrag dazu leisten, dass der Großsegler pünktlich zur Eröffnungsfeier an der Canary Wharf in London einläuft. Durch Teamgeist und die Übernahme von Verantwortung sollen die Teilnehmer mit und ohne Behinderung zu einer Mannschaft zusammenwachsen – so das erklärte Ziel des Behinderten-Sportverbandes NRW, der dieses Projekt ins Leben gerufen hat. Die etwas andere Seemannscrew wird außerdem begleitet von Vertretern der Wirtschaft sowie einem Fernsehteam.

Weitere Informationen zu diesem und zwei weiteren Projekten des Behinderten-Sportverbandes finden Sie auf dieser Webseite und der Facebook-Seite.

wünschdirwas freut sich mit Henrik auf dieses große Abenteuer, wünscht allzeit starken Wind, viel Spaß an Bord und eine unvergessliche Zeit bei den Paralympischen Spielen!