Johnny

Ein Reisebericht aus dem schmalsten Land der Welt

Hola liebe Kinder

„Hola“ heißt „Hallo“ auf Spanisch. Ihr wundert euch sicher, warum wir euch auf Spanisch begrüßen. Lest einfach weiter, dann findet ihr es heraus!
Wie ihr wisst, ist Jonny zurzeit in Amerika. Doch er ist nicht der einzige „wünschdirwas-Rekrut“ dort. Auch Milena, unsere ehemalige Praktikantin hat es dorthin verschlagen. Doch während Jonny in Nordamerika wahrscheinlich gerade einen leckeren Cheeseburger verputzt, ist Milena für ein halbes Jahr nach Südamerika gereist. Genauer gesagt nach Chile. Und wenn ihr es noch genauer wissen wollt, dann müsst ihr noch weiter lesen. Milena hat nämlich einen ganz spannenden Reisebericht geschrieben, extra für euch! Viel Spaß beim Lesen.

Das schmalste Land der Welt

Wisst ihr welches das ist und wo es liegt? Nicht? Auf dem Bild rechts könnt ihr es sehen. Vor einigen Wochen ging meine Reise los. Zuerst musste mein großer Rucksack gepackt werden. Doch was muss man alles mitnehmen, wenn man ein halbes Jahr von Zuhause weg ist? Da kommt einiges zusammen. Irgendwann war meine Tasche so schwer, dass ich umgefallen wäre, hätte ich sie mir auf den Rücken gesetzt. Also musste ich noch einmal aussortieren und genau überlegen, welcher meiner drei Lieblingspullis Zuhause im Schrank bleiben muss.

Nach einem sehr, sehr langen Flug bin ich endlich in der Hauptstadt Santiago in Chile gelandet. Brrr... Kalt ist es hier. Da Chile auf der Südhalbkugel der Erde liegt, also von uns aus gesehen unterhalb des Äquators, sind die Jahreszeiten hier vertauscht. Das heißt, wenn wir in Deutschland schön im Sommer im Garten liegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, ist es in Chile Winter und am besten bleibt man mit einem warmen Kakao im Bettchen. Heizungen haben die Chilenen nämlich nicht, also ist es am besten, wenn man auch im Haus Jacke und Schuhe anlässt.

Eine rasante Busfahrt

Von Santiago ging es dann mit dem Bus direkt in mein neues Zuhause für die nächsten Monate. Das war eine wilde Fahrt. Berg hoch, Berg runter, Serpentine links, Serpentine recht und ein Busfahrer, der wohl lieber Rennfahrer geworden wäre. Puhh da war ich aber froh, als ich endlich wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte. Noch etwas wackelig in den Beinen bin ich aber tatsächlich in der Stadt Valparaiso am Meer angekommen.

Ich habe hier bereits ganz viele tolle Freunde gefunden und wir unternehmen eine Menge. Auch das Studieren macht Spaß und ich lerne fleißig Spanisch, denn nicht nur in Spanien, sondern auch in Chile und den meisten anderen südamerikanischen Ländern sprechen die Menschen Spanisch. Gar nicht so einfach sag ich euch. Die Chilenen reden nämlich so schnell, dass sie häufig die Hälfte der Worte verschlucken.

Auch außerhalb der Universität gibt es hier soo viel zu erleben. Letzte Woche waren wir zum Beispiel surfen. Das hat rieesen Spaß gemacht, aber es ist auch sehr schwer. Schaut euch mal das Foto an. Findet ihr auch, dass wir mit den Neoprenanzügen aussahen wie Robben?

Dünne Luft in den Bergen

An einem anderen Tag waren wir Skifahren in dem großen Gebirge, den Anden, welche sich über ganz Chile erstrecken. Wir waren so weit oben in den Bergen, dass uns ganz schwindelig von der dünnen Luft wurde. Das war vielleicht ein komisches Gefühl. Ich musste viel schneller atmen als sonst und auch mein Herz hat doppelt so schnell pumpen müssen. 

Ihr merkt sicher schon: Chile ist ein seehr abwechslungsreiches Land. An einem Tag kann man in den Bergen Skifahren und am anderen surfen. Ich bin gespannt, was mich hier noch alles erwartet. Ich schicke ganz liebe Grüße zu euch nach Deutschland.

Hasta luego (das heißt "bis bald" auf Spanisch),

Eure Milena



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