Johnny

Mit 300 Sachen über die Schienen

Jannis erlebt eine rasante Fahrt im Führerstand des ICE

Früher war der D-Zug berühmt-berüchtigt als besonders schneller Zug. „Ich bin doch kein D-Zug“ wurde zum geflügelten Wort. Die flapsige Bemerkung gibt es heute immer noch, aber die D-Züge wurden natürlich längst durch ICE und Co. ersetzt und fahren jetzt noch schneller – zumindest auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt! Der vierzehnjährige Jannis ist völlig fasziniert von diesen rasanten und eleganten Schnellzügen und wünschte sich nichts mehr, als die Strecke von Köln nach Frankfurt einmal hautnah erleben zu dürfen. Und wünschdirwas kann dem schwer erkrankten Jungen eine besonders große Freude machen, denn Jannis darf nicht „nur“ als normaler Passagier im ICE mitfahren, der Lokführer empfängt ihn höchstpersönlich im Führerstand.

Während seine Mutter und sein kleiner Bruder weiter hinten in einem Abteil der ersten Klasse mit auf die große Fahrt gehen, begleitet der Vater des Jugendlichen ihn auf diese ungewöhnliche Reise und auf seinen Ehrenplatz. Von hier aus hat man den allerbesten Überblick! Denn in so einem „Cockpit“ gibt es eine ganze Menge zu sehen: Unzählige Knöpfe, Schalter, Hebel und natürlich eine wahnsinnige Aussicht! Der Zugfahrer beantwortet dem interessierten Jugendlichen alle seine neugierigen und teilweise schon sehr professionellen Fragen. Vieles weiß Jannis nämlich bereits und findet die Details deswegen besonders spannend!

Eine tolle und aufregende Fahrt – wie schnell und beinahe lautlos der Zug durch die Landschaft braust ist einfach ein unglaubliches Glückgefühl für Jannis! Bis zu 300 Kilometer pro Stunde fährt der Intercity-Express! Spannend findet der 14-Jährige auch die Tatsache, dass der Lokführer im regelmäßigen Takt auf ein Pedal treten muss, um durchzugeben, dass alles in Ordnung ist. Da Vieles per Computer gesteuert wird und der ICE nun mal ein Hochgeschwindigkeitszug ist, muss sichergestellt werden, dass der Zugführer trotz Elektronik noch mit ganzer Aufmerksamkeit bei der Sache ist. Natürlich kann Jannis sich auch die anderen Bestandteile des Zuges vor der Rückfahrt genau anschauen. Ja genau, er nimmt nämlich auch auf dem Weg zurück nach Köln wieder seinen Platz im Führerstand ein – diesmal schon beinahe routiniert – und genießt Teil zwei der temporeichen Fahrt mindestens genauso sehr wie den ersten Teil des rasanten Abenteuers!

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